Musik im digitalen Wohnzimmer

Musik im digitalen Wohnzimmer

Wir lieben Musik. Sicher, dass dürfte dem ein oder anderen beim Überfliegen unserer Website mittlerweile klargeworden sein – dennoch wollen wir das hier nicht unerwähnt lassen. 😉 In diesem Jahr wurde es aber bekanntermaßen schwierig, diese Liebe mit anderen zu teilen. Deshalb war klar: kreative Methoden müssen her.

Digitales Konzert

Während des ersten Lockdowns erreichte uns dann die Frage, ob wir Lust auf ein virtuelles Konzert hätten. Klar – Livestreams waren uns bekannt, aber ein ganzes Konzert? Kann das funktionieren und können wir vor allem die Emotionen so ans andere Ende der Leitung transportieren?

Aber Lust hatten wir auf jeden Fall! Also sagten wir zu, und veranstalteten nur ein paar Tage später unser erstes Online-Konzert. Über YouTube und mit einem privaten Link konnten dann alle Gäste des Geburtstages zuhören.

Aber klingt das auch wirklich so schön, wie live?

Fest steht: Die Liveatmospähre ist natürlich schwer zu erreichen. Dennoch haben wir den Sound direkt von unserem Mischpult auf die heimischen Rechner übertragen – so konnte jeder mit seinen Boxen zu Hause so laut aufdrehen, wie er wollte. Und dass es allen gefallen hat, konnten wir auch sehen: Per „Zoom“-Konferenz konnten wir in die glücklichen Gesichter der Zuhörer:innen schauen. Mit 20 Sekündiger Verzögerung gab es dann auch Applaus und Zugaben-Wünsche.

Tatsächlich hat uns das Ganze so gut gefallen, dass wir es jetzt häufiger anbieten und als Alternative in Betracht ziehen. Gerade in dieser schwierigen Zeit ist jeder Ton, den wir spielen dürfen, wichtig für uns. Und weil das ganze so schön war, könnt ihr hier einen Ausschnitt aus dem Konzert sehen. Viel Spaß!

Für wen heiraten wir eigentlich?

Für wen heiraten wir eigentlich?

25°C, Sommer, Sonnenschein. Ein riesiges Schloss mit hunderten Gästen, Hüpfburg für die Kinder und pompöser Kutsche. So stellt man sich mitunter eine Hochzeit vor. Natürlich ist auch das ein wenig fern ab der Relalität. Dennoch wird der bedeutenste Tag im Leben zweier sich Liebender oft groß gefeiert. Doch ist das immer notwendig?

Die „Durchschnittshochzeit“ auf der wir spielen hat ca. 60-70 Gäste und findet nach den klassischen „Traditionen“ statt. Die Abläufe sind klar definiert – nach der Trauung der Sektempfang, der Hochzeitstanz als Beginn des Abendprogramms oder der Kuchenanschnitt um Mitternacht. So weit so gut. Aber warum muss es immer genau so sein? Warum trauen wir uns nicht mal andere Wege zu gehen?

Denn mal ehrlich: Für die Gäste soll es ein schöner Tag sein. Sie sollen eure Gastfreundschaft genießen, mit euch eine gute Zeit haben und gemeinsam Essen. Doch nur für euch ist es der wichtigste Tag im Leben. Ihr werdet euch noch Jahre später an diesen Tag zurückerinnern. Wir durften in diesem etwas „speziellen“ Jahr miterleben, wie manche Brautpaare aus der Not eine Tugend gemacht haben, und die Feier ganz anders als geplant gestaltet haben. So wurde aus der ursprünglich viel größer geplanten Hochzeit in diesem Beispiel eine kleine Gartenhochzeit mit nur 15 Gästen.

Back to the roots garden

„Es gibt Länder, wo was los ist.
Es gibt Länder, wo richtig was los ist, und es gibt
Brandenburg, Brandenburg.“ – so sang es einst der Liedermacher Rainald Grebe.

Nach diesem wundervollen Tag können wir allerdings stolz behaupten, dass sich selbst so eine lange Anreise von über 2,5 Stunden ins tiefste Brandenburg lohnt. Denn dort, unweit von Cottbus, haben wir wohl eine der schönsten Hochzeiten jemals begleiten dürfen. Warum? Ganz einfach: Bei Annaleen & Erik ging es wirklich nur um das eine – um sich selbst.

Zwischen DIY und Romantik

Corona zum Trotze haben die Beiden bei den meisten Sachen einfach selbst Hand angelegt. Auf einem Gartengrundstück unter einem Carport haben sie es geschafft, mit nur wenigen Dingen eine unvergleichlich lockere, entspannte Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. So hat sich das Musik machen gleich noch mal viel schöner angefühlt! Wir lassen jetzt einfach mal kurz die Bilder für sich sprechen:

Nach der freien Trauung ging es dann musikalisch für uns im Caport weiter. Wir durften die Gesellschaft dann bis in die Nacht hinein neben dem Lagerfeuer begleiten. Und obwohl die Atmosphäre wie eingangs erwähnt echt entspannt war, so hielt es doch keinen zum tanzen auf dem Stuhl. Wäre es nach uns gegangen, hätten wir noch ewig weiterspielen können.

Diese Hochzeit hat uns gezeigt, dass es auch anders geht. Es muss nicht immer laute Musik vom DJ Pult, das große Schloss mit Palais, oder ein pompöse Brautkleid sein. Es geht auch „einfach“. Wenn man sich in den Kopf ruft worum es bei der eigenen Hochzeit eigentlich geht, dann wird einem ganz schnell bewusst wie wenig man eigentlich braucht. Sich selbst, eine Prise Liebe, die Liebsten um sich herum und vielleicht ein wenig Konfetti.

Musik in Zeiten von Covid-19 – Eine Stellungnahme

Musik in Zeiten von Covid-19 – Eine Stellungnahme

Es ist schwer. Und ziemlich beschissen, wenn man ehrlich ist. Vieles fehlt uns zurzeit – sei es der soziale Kontakt zur Familie und zu Freunden, die Wochendendausflüge oder auch einfach die Normaliät.

Uns persönlich fehlt am meisten die Musik. Natürlich haben wir die Möglichkeit, einzeln in unseren Wohnungen zu spielen – doch das ist leider kein Vergleich. Wir beide genießen die gemeinsamen Proben, die langen Gespräche auf den Autofahrten zu den Auftritten – ja sogar das Auf- und Abbauen der Technik fehlt uns mittlerweile. Es ist hart. Hart auf all das so lange verzichten zu müssen.

Doch es ist nötig. Und besser wir treffen jetzt die wichtigen Maßnahmen, als zu einem späteren Zeitpunkt, der dann vielleicht zu spät ist. Neben dem Drang nach Normalität prägt auch sehr die Unsicherheit das tägliche Leben. Unsicherheit darüber, wann das Ganze endlich ein Ende nimmt. Doch wie handhaben wir die Situation als Eventmusiker?

Für alle die beste Lösung

Da wir in diesem Jahr zwischen April und September nahezu ausgebucht sind, trifft uns die Krise merklich. Nicht so hart wie Kollegen, die Musik hauptberuflich machen, aber trotzdem spüren wir es sehr deutlich. Trotz der finanziellen Verluste liegt es uns am Herzen, gemeinsam mit unseren Brautpaaren und Verantaltern gute Lösungen zu finden. Wichtig ist für euch zu wissen: Wir wollen spielen!

Eine Grundsatzentscheidung ist hier nicht möglich. Wir sprechen individuell mit jedem und versuchen, alle Ersatztermine möglich zu machen. Was wir euch aber versichern können: Wenn eure Hochzeit oder Veranstaltung auf ein anderes Datum verlegt wird, und wir am Alternativtermin noch nicht gebucht sind, spielen wir auf jeden Fall bei euch. Bei einer Verlegung fallen keine extra Kosten an! Wir wissen, wie schwierig es auch für euch ist und wollen in dieser Zeit für euch da sein.

Denn wir sind sehr neugierig darauf, euch alle nach den vielen lieben Gesprächen kennenzulernen. Mit euch zu tanzen, mit euch zu singen und mit euch zu feiern. Wenn ihr uns dennoch unterstützen wollt, könnt ihr uns sehr gerne für ein Wohnzimmerkonzert am Ende des Jahres buchen.

Schlussendlich ist zu sagen, dass uns die Krise eines nicht nehmen kann – die Zuversicht und den Optimismus. Das legen wir auch euch ans Herz. Gemeinsam überstehen wir diese Zeiten – und Musik hilft uns dabei.